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REWE in Longerich

Samstag, 21.November 2015 von Vorstand

Aktuell

Es scheint an der Zeit, einmal darzustellen, wie die Entwicklung des derzeit größten Supermarkts an der August-Haas-Straße bisher verlaufen ist, bzw. wie es weitergeht, zumal sich Trittbrettfahrer aus der CDU zu Wort melden, die keinerzeit den geringsten Überblick hatten.

Da dem Betreiben des  jetzigen Supermarkt schwierige rechtliche Gründe entgegenstehen, gibt es eine Ordnungsverfügung zur Schließung.

Uns ist es gelungen in Gesprächen mit der Verwaltung, die Schließung bis zu einer Neuausrichtung zu verhindern.

Diese Neuausrichtung ist jedoch nicht einfach, da 4 Parteien beteiligt sind. Da ist zum einen der Eigentümer des Supermarktgebäudes, die Erbengemeinschaft Unkelbach, zum anderen der Mieter REWE, der Untermieter Ziegler und der Eigentümer des angrenzenden ehemaligen Tankstellengeländes, über dessen Grundstück die Zulieferung für den Supermarkt ablaüft.

Vor ungefähr 10 Jahren lernte ich diesen Eigentümer kennen, und da der Supermarkt keine vorgeschriebenen Parkplätze vorweisen konnte, habe ich ein Gespräch vermittelt, nach dem es den Kunden erlaubt wurde, hinter dem Supermarkt auf dem Tankstellengelände zu parken. Als die Tankstelle geschlossen wurde, habe ich einen Bebauungsplan beantragt, der nur Wohnbebauung oder Einzelhandel zuließ, damit die bisherige Nutzung nicht verändert werden konnte.

Vor ca. 3 Jahren rief der Grundstückseigner mich an und berichtete, dass es mit der Duldung des Supermarkts zu Ende ging.  Die Firma REWE mit ihrem Projektleiter, Herrn Deniz, wollte den Supermarkt ausbauen mit einem Getränkemarkt auf dem Tankstellengelände.  Zusätzlich sollten dort die vorgeschriebenen Parkplätze entstehen.

Während REWE sich jedoch nicht mit dem Eigentümer des Tankstellengeländes einigen konnte, kam ein anderer Supermarkt-Betreiber ins Spiel.

Inzwischen ist ein Bauantrag eingereicht, und die Bauaufsicht sagte mir, dass eine Genehmigung nicht mehr lange dauern könne. Vorletzte Woche kündigte die Erbengemeinschaft Unkelbach das bisherigen Vertragsverhältnis zum Ende Januar, so dass am 23.01.2016 geschlossen wird.

Da die Bauzeit des neuen Supermarkts mindestens ein Jahr dauern würde, hatte ich das Ziel, den bisherigen Supermarkt von der Verwaltung solange dulden zu lassen, bis der neue Supermarkt eröffnet.

Diese Lösung habe ich Herrn Ziegler vorgeschlagen und versprochen, mich bei der Verwaltung dafür einzusetzen,   dass vor dem Supermarkt eine Parkzone eingerichtet und ein bestehender  Seiteneingang zur Longericher Straße als Notausgang hergerichtet würde. Das wäre meiner Meinung nach ein bis zwei Jahre tragfähig  und  eine sehr gute Zwischenlösung für die Longericher Bürger gewesen. Herr Ziegler lehnte den Vorschlag jedoch ab, wobei er organisatorische Gründe vorschob.  Ich hätte auch noch mit der Erbengemeinschaft Unkelbach über eine Rücknahme der Kündigung gesprochen, aber was nutzt das, wenn Herr Ziegler nicht bereit ist, den Markt fortzuführen.

Mit Erstaunen las ich den Zettel des Longericher CDU-Vorsitzenden Martin Erkelenz, der berichtete, wie viele Gespräche er geführt habe.

Wenn Sie ihn treffen, fragen Sie ihn doch mal , mit wem er worüber gesprochen hat. Ich bin sicher, dass er die meisten Beteiligten überhaupt nicht kennt.

Erstaunlich finde ich außerdem, dass  Herr Ziegler Herrn Erkelenz erlaubt, im REWE Markt ein inhaltlich fragwürdiges , parteipolitisch motiviertes CDU-Papier aufzuhängen.

Horst Baumann

SPD-Fraktionsvorsitzender

in der BV5

Nachtrag:

Erfreulich, dass der CDU-Zettel am Samstagabend nicht mehr im REWE hing

2 Kommentare

  1. Anonymous sagt:

    Bitte meinen Kommentar anonym oder gar nicht veröffentlichen.
    Ich halte das generell so…

  2. Anonymous sagt:

    Hallo Herr Baumann,
    Vielen Dank für Ihren nachhaltigen Einsatz! Man merkt, dass ihnen Longerich wichtig ist.
    Mit freundlichen Grüßen, D. I.

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