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Erneuter Großbrand in Longerich

Freitag, 19.Juli 2013 von Vorstand

Aus der Bezirksvertretung

Saß man an einem warmen Samstagabend gemütlich draußen, brach um 21.30 Uhr der Horror aus. Ein Martinshorn jagte das andere. Voller Befürchtungen hörte man die Nachrichten auf WDR, auf Radio Köln, ging auf die Homepage der Polizei, der Feuerwehr, keine Informationen.

Wie sich dann hinterher herausstellte, hatte es erneut zu einem Großbrand bei der Firma GVG an der Geestemünder Straße geführt, dem inzwischen vierten. Der Brand war so intensiv, dass die Feuerwehr mit schwerem Gerät anrücken musste.

Die SPD beantragte hierzu kurzfristig in der letzten Sitzung der Bezirksvertretung eine Aktuelle Stunde, zu der Verwaltung und Feuerwehr Rede und Antwort stehen mussten. Es stellte sich heraus, dass die Firma GVG seit dem letzten Brand relativ wenig zur Brandvorsorge beigetragen hatte und immer darauf hinwies, dass erst in diesem Herbst der Brandschutz intensiv betrieben würde. Dabei hatte ich nach dem letzten Brand die Vorschläge der Feuerwehr, die eine intensive Analyse betrieben hatte, aufgegriffen und als Antrag für die Bezirksvertretuzng formuliert.

Nichts hatte sich seitdem getan. Im Gegenteil. Die Bezirksregierung bemängelte bei einem Besuch, dass die angelieferten Abfälle nicht kontrolliert würden. So fanden sich in der Abfallmenge Kanister und Behälter, die dort nicht zu suchen hatten. Die massiven Staubbelästigungen wurden nicht durch Vernebelungs- oder Verdüsungssysteme verhindert. Außerdem wurden die notwendigen Befeuchtungsanlagen nicht betrieben. Jetzt erscheint klar, warum es bei den hohen Temperaturen zu einer Selbstentzündung kommen musste. Der Geschäftsführer führte aus, dass die Sensoren nicht auf stark erhöhten Temperaturen reagieren, sondern erst dann, wenn es schon zu spät ist. Außerdem habe er jetzt den Wachdienst verdoppelt und eine permanente Überwachung durch das Infrarot-Kamerasystem zugesagt.

Man fragt sich, wieso diese Maßnahme nicht schon nach dem letzten Brand ergriffen wurden und wieso die Kontrollbehörden nicht früher ihrer Aufsicht nachgekommen sind.

Ich habe allerdings meinen Antrag aus dem letzten Jahr erneut vorgebracht, dass es für die Longericher Bevölkerung am besten wäre, wenn der Betrieb verlegt würde.

Horst Baumann

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